?

Weiblich, gewissenhaft und schlecht in Mathe

 

Eine Typologie der Kommunikationsdesigner in Deutschland

Umfragen

Im Rahmen der quantitativen Analyse wurden Umfragen erstellt: Die erste richtete sich an männliche und weibliche Studenten des Fachs Kommunikationsdesign oder sinnverwandter Studiengänge, die zweite an angestellte und selbstständige Berufstätige in der Kreativbranche. Die Umfragen gingen an 74 staatliche und private Hochschulen mit entsprechenden Studiengängen sowie 360 Designbüros, Agenturen und selbstständige. Zudem wurden sie über soziale Medien an die Personengruppen weitergeleitet und verbreitet. Beide Umfragen beinhalten sowohl gleiche als auch für die Personengruppe individuell gestellte Fragen. Im Folgenden werden die Ergebnisse aller Fragen im Bezug zu den jeweils befragten Personengruppen veranschaulicht. Vergleichswerte der deutschen Gesamtbevölkerung wurden Statistiken des Statistischen Bundesamts entnommen. Alle Werte sind gerundet dargestellt.

Personengruppen

Die Daten der Rückläufe lassen erkennen, wie viele Personen der jeweiligen Personengruppen die Umfrage abgeschlossen haben. Dabei sind die Studenten deutlich öfter vertreten als Berufstätige. Die Rücklaufquote reicht aus, um signifikante Unterschiede zwischen den Personengruppen herauszustellen und diese entsprechend abzubilden.

Geschlecht

An den Umfragen nahmen 171 Männer (30,4 %) und 392 Frauen (69,6 %) teil. Die Verteilung der Geschlechter zeigt sich in der Tabelle. Der Frauenanteil ist deutlich höher, als der der Männer, außer in der Gruppe »Professionals«. Ebenso spiegeln die Ergebnisse einen höheren Frauenanteil in der Gruppe der Berufstätigen mit unter fünf Jahren Berufserfahrung wider. Anschließend sinkt der Anteil unter den der Männer.

Jahrgang

Die Teilnehmer der Umfrage sind durchschnittlich im Jahr 1990 geboren. Die Geburtsjahre 1991 und 1993 sind dabei am häufigsten vertreten. Die Altersverteilung der Personengruppen zeigt, dass das Durchschnittsalter anfangend bei der Gruppe »Beginner« bis zu der Gruppe der »Professionals« stetig steigt.

Heimatort

34,3 % der Teilnehmer wuchsen in einem Dorf auf, 26,1 % in einer Kleinstadt, 21,9 % in einer Mittelstadt und 17,8 % der Teilnehmer benannten die Großstadt als ihren Heimatort. Es fällt auf, dass mit der Größe der Stadt die Zahlen der Angaben sinken. Etwa halb so viele der im Dorf Beheimateten kommen aus einer Großstadt.

Die Werte zeigen an, dass die Größe des Heimatortes mit fortschreitender beruflicher Entwicklung steigt.

Staatsbürgerschaft

Aus der vorliegenden Umfrage ergab sich, dass 93,3 % der Teilnehmer deutsche Staatsbürger sind. Nur 3,5 % kommen aus dem nichtdeutschen innereuropäischen Raum und 3,2 % aus dem außereuropäischen. Die einzelnen Personengruppen betrachtend ist diese Verteilung relativ einheitlich.

Beziehungsstatus

Es ist zu erkennen, dass über die Hälfte aller befragten Personen in einer Beziehung, aber unverheiratet und mehr als ein Drittel ledig sind. Die Punkte »verheiratet, aber getrennt lebend« sowie »verwitwet« wurden nicht angegeben.

Betrachtet man die einzelnen Personengruppen, sieht man, dass sich die Antworten hauptsächlich auf die Punkte »ledig«, »in einer Beziehung, aber unverheiratet« und »verheiratet« verteilen. Die Anzahl der ledigen Teilnehmer sinkt mit fortschreitender beruflicher Entwicklung.

Kinder(wunsch)

Anhand der Angaben aller befragten Personen, lässt sich feststellen, dass insgesamt 6,9 % mindestens ein Kind haben, 3 % davon mehr als eins. Ebenso wurde nach dem Kinderwunsch gefragt. 52 % der kinderlosen Teilnehmer gaben an, dass sie in Zukunft mindestens ein Kind haben wollen, 38,9 % davon mehr als eins. Übrige kinderlose Personen sind sich über ihren Kinderwunsch noch nicht im Klaren (32,3 %) oder wollen auch in Zukunft keinen Nachwuchs haben (8,7 %).

Betrachtet man die Entwicklung anhand der verschiedenen Personengruppen, wird ersichtlich, dass sich die Werte verändern. Im Laufe der beruflichen Entwicklung nimmt der Wunsch, keine Kinder zu haben, sowohl in den studentischen, als auch in den berufstätigen Personengruppen jeweils ab.

Glaubensrichtung

Die Frage nach der Glaubensrichtung beantworteten über die Hälfte der befragten Personen mit »Christentum« (51,3 %), dicht gefolgt von der Angabe, nicht religiös bzw. gläubig zu sein (42,3 %). 4,44 % der Teilnehmer gaben »Sonstiges« mit einem textlichen Zusatz an. Buddhismus, Islam sowie Judentum sind jeweils mit weniger als 2 % und der Hinduismus sogar überhaupt nicht vertreten. Die textlichen Zusätze bei der Angabe »Sonstiges« weisen außerdem in einigen Fällen daraufhin, dass es ebenso zu dem Punkt »Ich bin nicht gläubig« zählen könnte.

Herkunft der Eltern

Bei der Frage nach der Herkunft der Eltern bestand in der Umfrage die Möglichkeit einer Mehrfachauswahl. Der Teilnehmer konnte somit mehr als eine Angabe machen, was dazu führt, dass mehr Stimmen (605) abgegeben wurden, als Teilnehmer (563) die Umfrage abgeschlossen haben.

Demnach kommen 78,8 % der Eltern der Teilnehmer aus Deutschland, 11,6 % haben ihre Wurzeln außerhalb Europas und 9,6 % innerhalb Europas, aber außerhalb von Deutschland.

Berufliche Qualifikation der Eltern

Bei der Frage nach der Herkunft der Eltern bestand in der Umfrage die Möglichkeit einer Mehrfachauswahl. Der Teilnehmer konnte somit mehr als eine Angabe machen, was dazu führt, dass mehr Stimmen (605) abgegeben wurden, als Teilnehmer (563) die Umfrage abgeschlossen haben.

Demnach kommen 78,8 % der Eltern der Teilnehmer aus Deutschland, 11,6 % haben ihre Wurzeln außerhalb Europas und 9,6 % innerhalb Europas, aber außerhalb von Deutschland.

Beziehungsstatus der Eltern

Der Anteil der ledigen Elternteile nimmt zu, bis er bei der Gruppe der »Professionals« auf Null sinkt. Die Werte der verheirateten Elternteile bewegen sich in einem Bereich zwischen 53,3 % und 69,3 % wobei der Trend jedoch einen abnehmenden Anteil anzeigt. Die Scheidungsrate sinkt tendenziell, wobei die Anzahl der Witwen/Witwer steigt.

Geschwisterstatus

Die vorliegende Umfrage ergibt einen Gesamtanteil von 38,5 % Erstgeborenen, 34,6 % Nesthäkchen, 12,4 % Sandwich-kindern und 14,4 % Einzelkindern. Hierbei ist auffällig, dass es ähnlich viele Erstgeborene und Nesthäkchen gibt. Sandwichkinder, Personen mit mindestens je einem älteren und jüngeren Geschwisterteil, liegen nicht fernab der Einzelkinder auf dem letzten Platz.

Betrachtet man die einzelnen Personengruppen, fällt auf, dass die Rate der Erstgeborenen mit fortschreitender beruflicher Entwicklung, also durchschnittlich ebenso höherem Alter, steigt, jedoch bei der Gruppe der »Professionals« wieder abfällt. Gleichzeitig sinkt die Rate der Nesthäkchen und steigt wieder bei der Gruppe der »Professionals«.

Entfernung: Heimatort und Studienort

Die vorliegende Umfrage ergibt einen Gesamtanteil von 38,5 % Erstgeborenen, 34,6 % Nesthäkchen, 12,4 % Sandwich-kindern und 14,4 % Einzelkindern. Hierbei ist auffällig, dass es ähnlich viele Erstgeborene und Nesthäkchen gibt. Sandwichkinder, Personen mit mindestens je einem älteren und jüngeren Geschwisterteil, liegen nicht fernab der Einzelkinder auf dem letzten Platz.

Betrachtet man die einzelnen Personengruppen, fällt auf, dass die Rate der Erstgeborenen mit fortschreitender beruflicher Entwicklung, also durchschnittlich ebenso höherem Alter, steigt, jedoch bei der Gruppe der »Professionals« wieder abfällt. Gleichzeitig sinkt die Rate der Nesthäkchen und steigt wieder bei der Gruppe der »Professionals«.

Entfernung: Wohnort und Arbeitsort

Bezüglich der Entfernung von dem Wohnort zum Arbeitsort wurden ausschließlich die berufstätigen Personengruppen befragt. Anhand der Umfrage-Ergebnisse wird deutlich, dass der Großteil der befragten Personen eine Entfernung von weniger als zehn Kilometern zu ihrem Arbeitsort zurücklegt (71,8 %).

Betrachtet man die einzelnen Persoengruppen unabhängig voneinander, stellt man fest, dass die Personengruppe der »Young Professionals« einen Arbeitsweg von durchschnittlich 10-20 km hat, die Gruppe der »Professionals« jedoch nur einen von 0-15 km. Die 10,3 % der der »Young Professionals«, die mehr als 100 km Arbeitsweg überwinden müssen, erhöhen den Durchschnitt leicht.

 

Im/materielle Unterstützung

Aus den Umfrage-Ergebnissen erschließt sich, dass die befragten Studenten zu zwei Dritteln (66,2 %) Unterstützung (nicht finanzielle) von ihren Eltern erhalten. Ein Fünftel (19,1 %) der Studenten gaben an, dass sich ihre Eltern bezüglich immaterieller Unterstützung neutral verhalten. 14,7 % erhalten keinerlei Unterstützung durch ihre Eltern, wobei es sich 4,6 % jedoch wünschen würden.

 

69,7 % der befragten Studenten werden von ihren Eltern finanziell unterstützt, davon arbeiten 37,8 % zusätzlich nebenher. 28,4 % der Teilnehmer erhalten von ihren Eltern keine finanzielle Unterstützung, davon beziehen jedoch 14,4 % BAföG und 11,2 % finanzieren sich ihr Studium und weiteres durch einen Nebenjob.

 

Insgesamt 20,6 % der befragten Personen sind BAföG-Empfänger, davon werden 2,3 % zusätzlich finanziell von ihren Eltern unterstützt und 2,1 % müssen zu BAföG und Unterstützung durch die Eltern noch einem Nebenjob nachgehen. 1,9 % erhalten keine Unterstützung der Eltern, jedoch BAföG, müssen ihre finanzielle Situation jedoch trotzdem durch einen Nebenjob verbessern.

Beliebteste Schulfächer

Die befragten Personen nahmen im Durchschnitt »eher ungern« an den Schulfächern Französisch, Latein, Chemie, Physik und Mathematik teil. An den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte, Ethik/Religion, Erdkunde, Biologie, Musik und Sport nahmen sie dagegen durchschnittlich »eher gern« teil. Am Fach Politik schwanken die Antworten zwischen den Angaben »eher ungern« und »eher gern«. »Sehr gern« nahmen die Teilnehmer nur am Fach Kunst teil.

Leistungen in den Schulfächern

Die befragten Personen hatten im Fach Deutsch durchschnittlich die Note 2,2, in Englisch eine 2,4, in Französisch eine 3,1 und in Latein eine 3,3. In Geschichte und Politik hatten

die Personengruppen im Durchschnitt eine 2,5, in Ethik/Religion eine 1,9 und in Erdkunde sowie Biologie die Note 2,4. In den anderen naturwissenschaftlichen Fächern gaben die Teilnehmer

der Umfrage schlechtere Noten an: In Chemie, Physik und Mathemathik lagen die Schulnoten im Durchschnitt bei einer 3,1. In Kunst wiederum gaben die befragten Personen an, durchschnittlich die Note 1,2 gehabt zu haben. Im Fach Musik hatten die Gruppen eine 2,1 und in Sport eine 1,9.

Es fällt auf, dass die Gruppe der »Master« in vielen Fächern im Durchschnitt schlechtere und die Gruppe der »Professionals« bessere Noten bekamen, als die restlichen Teilnehmer. Würde man den einzelnen Gruppen anhand ihrer angegebenen Leistungen Zeugnisse mit einer Gesamtnote ausstellen, würden diese folgendermaßen aussehen:

 

Beginner: 2,4

Advanced: 2,5

Master: 2,6

Young Professionals: 2,4

Professionals: 2,3

Höchster Schulabschluss

Die befragten Personen hatten im Fach Deutsch durchschnittlich die Note 2,2, in Englisch eine 2,4, in Französisch eine 3,1 und in Latein eine 3,3. In Geschichte und Politik hatten

die Personengruppen im Durchschnitt eine 2,5, in Ethik/Religion eine 1,9 und in Erdkunde sowie Biologie die Note 2,4. In den anderen naturwissenschaftlichen Fächern gaben die Teilnehmer

der Umfrage schlechtere Noten an: In Chemie, Physik und Mathemathik lagen die Schulnoten im Durchschnitt bei einer 3,1. In Kunst wiederum gaben die befragten Personen an, durchschnittlich die Note 1,2 gehabt zu haben. Im Fach Musik hatten die Gruppen eine 2,1 und in Sport eine 1,9.

Es fällt auf, dass die Gruppe der »Master« in vielen Fächern im Durchschnitt schlechtere und die Gruppe der »Professionals« bessere Noten bekamen, als die restlichen Teilnehmer. Würde man den einzelnen Gruppen anhand ihrer angegebenen Leistungen Zeugnisse mit einer Gesamtnote ausstellen, würden diese folgendermaßen aussehen:

 

Beginner: 2,4

Advanced: 2,5

Master: 2,6

Young Professionals: 2,4

Professionals: 2,3

Berufserfahrung

Bei der Frage nach bisheriger Berufserfahrung der studentischen Gruppen wurde ebenso abgefragt, ob sie vor ihrem jetzigen schon ein weiteres Studium angefangen oder abgeschlossen  haben. Fast ein Fünftel (18,2 %) der befragten Personen haben bis zur Teilnahme an der Umfrage weder eine Ausbildung oder ein voriges Studium absolviert, noch anderweitig Berufserfahrung gesammelt. Insgesamt über ein Viertel (35,8 %) der Teilnehmer haben vor ihrem Studium eine Ausbildung gemacht und weitere 21,8 % haben zusätzlich Berufserfahrung in Nebenjobs, Praktika oder Festanstellungen gesammelt. Ein anderes Studium haben bereits 36,7 % vor dem aktuellen Studium studiert.

 

 Eine Ausbildung inklusive Berufserfahrung haben 7,4 % der Studierenden absolviert. Die Kombination von Ausbildung und vorigem Studium ist jedoch nur zu 0,51 % vertreten, ebenso wie die Kombination mit zusätzlicher Berufserfahrung. Personen, die vor dem aktuellen ein anderes Studium studiert und zusätzlich Berufserfahrung gesammelt haben, sind zu 3,6 % vorhanden.

Betrachtet man die einzelnen Personengruppen, wird deutlich, dass die Gruppe der »Master« öfter eine Ausbildung gemacht, dafür aber seltener Berufserfahrung gesammelt haben.

Berufliche Qualifikation

Die Frage nach der beruflichen Qualifikation wurde ausschließlich den berufstätigen Gruppen gestellt. Diese gaben zu 29,1 % an, einen Bachelorabschluss absolviert zu haben und zu 15,4 % einen Masterabschluss. 24,8 % machten einen Abschluss als Diplom-Designer an einer Fachhochschule und 7,7 % an einer Universität. 14,5 % der befragten Personen absolvierten eine Ausbildung als Mediengestalter, Gestaltungstechnischer Angestellter oder Ähnliches. Quereinsteiger gibt es nur zu 3,4 % und Teilnehmer ohne berufliche und ausschließlich mit schulischer Ausbildung sind zu 5,1 % vertreten. Es ist auffällig, dass der Großteil (77 %) der befragten Personen vor ihrer aktuellen Tätigkeit im Beruf studiert hat.

Wahl der Hochschule

Aus den Umfrage-Ergebnissen stellt sich heraus, dass die Ausrichtung des Studiengangs (22,0 %) sowie das Studienprogramm (18,8 %) die zwei wichtigsten Punkte bei der Hochschulwahl sind. Geografische Lage (14,4 %), Ruf der Hochschule (14,0 %) und Heimatnähe (13,8 %) folgen in der Reihenfolge der Angabenzahl. Die Bekanntheit von Dozenten sowie Hochschulrankings sind dabei eher unwichtig. Man erkennt, dass die Wichtigkeit des Rufs der Hochschule mit fortschreitender Entwicklung der Gruppen sinkt sowie die Wichtigkeit der geografischen Lage steigt.

 

Unter der Auswahloption »Sonstiges« hatten die Teilnehmer die Möglichkeit Angaben in eigenen Worten hinzuzufügen. Oft wurde erwähnt, dass Atmosphäre und Sympathie sowie der Eindruck der Hochschule und das richtige Bauchgefühl wichtige Faktoren bei der Wahl der Hochschule sind. Ebenso spielt das Aufnahmeverfahren eine Rolle.

 

Art der Hochschule

Aus der Auswertung innerhalb der angegebenen Tabelle ist ersichtlich, dass der Großteil (72,0 %) der Studenten, die an der Umfrage teilgenommen haben, an staatlichen (Fach-)Hochschulen studiert. Mit großem Abstand folgen die weiteren Hochschularten, wobei sich staatliche Universitäten und private (Fach-)Hochschulen in der Rücklaufzahl einander annähern. Ebenfalls ist zu erkennen, dass Masterstudenten nur zu 2,6 % an privaten Universitäten oder (Fach-)Hochschulen studieren.

 

Art des Abschlusses

Aus der Auswertung innerhalb der angegebenen Tabelle ist ersichtlich, dass der Großteil (72,0 %) der Studenten, die an der Umfrage teilgenommen haben, an staatlichen (Fach-)Hochschulen studiert. Mit großem Abstand folgen die weiteren Hochschularten, wobei sich staatliche Universitäten und private (Fach-)Hochschulen in der Rücklaufzahl einander annähern. Ebenfalls ist zu erkennen, dass Masterstudenten nur zu 2,6 % an privaten Universitäten oder (Fach-)Hochschulen studieren.

 

Semester

Die Teilnehmer der Gruppe der »Beginner« sind im Durchschnitt im 1,9. Semester, der Gruppe der »Advanced« im 6,6. Semester und die der »Master« im 4,7. Hierbei ist zu beachten, dass die Angabe des 20. Semesters in der Gruppe der »Master« wohlmöglich fehlerhaft ist und daher den Durchschnitt der gesamten Gruppe (fälschlicherweise) anhebt.

 

Wichtige Aspekte im Studium

Interessante Inhalte und gute Atmosphäre zwischen den Studenten werden als die zwei wichtigsten Punkte angesehen. Die Ausbildung wirtschaftlicher und buchhalterischer Tätigkeiten sowie die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit werden dahingehend als am unwichtigsten gewertet.

Abweichungen bezüglich der Angaben sind innerhalb der verschiedenen Personengruppen vorhanden: In der Gruppe der »Master« werden die Aspekte der Ausbildung wirtschaftlicher und buchhalterischer Tätigkeiten und der Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit wichtiger gewertet als in der Gesamtheit der studentischen Teilnehmer. Des Weiteren empfinden die Personen der Gruppe der »Master« eine Kooperation mit Unternehmen oder Agenturen als weniger wichtig als der Durchschnitt der gesamten Teilnehmer.

Vorhandene Aspekte im Studium

Ein gutes Verhältnis zu den Dozenten und Lehrbeauftragten und eine gute Atmosphäre zwischen den Studenten ist von den gelisteten Aspekten am ehesten ausreichend vorhanden. Die Ausbildung fachfremder Kompetenzen sowie wirtschaftlicher und buchhalterischer Tätigkeiten ist jedoch am ehesten als »unzureichend vorhanden« gewertet.

Abweichungen bezüglich der Angaben sind innerhalb der verschiedenen Personengruppen aufgetreten: In der Gruppe der »Beginner« wird der Aspekt der Ausbildung wirtschaftlicher und buchhalterischer Tätigkeiten geringer vorhanden gewertet als in der Gesamtheit der studentischen Teilnehmer. Der Punkt »Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit« wird im Vergleich zum Durchschnitt aller Teilnehmer von den Gruppen »Beginner« und »Master« mehr als ausreichend empfunden. Die Vermittlung von Grundlagenkenntnissen in ausgewählter Software ist für die Gruppe der »Beginner« häufiger ausreichend vorhanden und für die Gruppe der »Advanced« seltener ausreichend vorhanden als dem Durchschnitt aller befragten Personen. Die Möglichkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen und eine gute Atmosphäre zwischen den Studenten ist verglichen mit dem gesamten Durchschnitt für die Gruppe der »Master« zu einem höheren Anteil ausreichend vorhanden.

Big Five Typ

Der in der Umfrage angewandte Big Five Kurztest ergab, dass sich der Großteil der befragten Personen auf acht der 16 Typen verteilt. Bei den Typen handelt es sich um Charaktere, die sich aus unterschiedlichen Ausprägungen der Big Five Faktoren zusammensetzen – Neurotizismus (N), Extraversion (E), Offenheit (O), Anpassung (A) und Gewissenhaftigkeit (C). Die Ausprägung dieser Faktoren bestimmen den Typen.

Es wird dabei außerdem zwischen empfindlichen und unempfindlichen Typen unterschieden. Dies betrifft den Neurotizismus der jeweiligen Person und wird extra betrachtet. Empfindliche Typen unterscheiden sich darin zu den resistenten, dass sie emotional unausgeglichener, unzufriedener, unruhiger und unsicherer sind. Alle Typen werden anhand ihrer Benennung mitsamt ihrer Ausprägungen der Faktoren und entsprechenden Eigenschaften hier vorgestellt.

Auffällig ist, dass sich die höchsten Teilnehmeranteile oft auf die gleiche Auswahl an Typen verteilen und dass in den studentischen Personengruppen in den meisten Fällen emotional empfindliche Typen vertreten sind, wohingegen es sich in den berufstätigen Gruppen um emotional resistente Typen handelt.

 

Unterscheidet man bei den Typen nicht zwischen emotionaler Resistenz oder Empfindlichkeit, wird ersichtlich, auf welche Typen insgesamt die höchsten Anteile verteilt sind. In den Gruppen der »Beginner« und der »Advanced« sind hauptsächlich die Typen Psychologe, Träumer und Lehrer vertreten, jedoch mit unterschiedlich hohen Anteilen. Bei den Teilnehmern der Gruppe der »Master« liegen die höchsten Anteile bei den Typen Wissenschaftler und Komiker, dicht gefolgt von Lehrern, Psychologen und Kom-

mandeuren, die am häufigsten in der Gruppe der »Young Professionals« auftreten. Die befragten Personen der Gruppe der »Professionals« sind oft Lehrer, Kommandeure oder Wissenschaftler. In Tabelle T 30 werden die Ausprägungen der einzelnen Faktoren der gerade genannten Typen veranschaulicht.

 

Position in fünf Jahren

Die meisten der Teilnehmer sehen sich nach fünf Jahren selbstständig für eigene Kunden (15,7 %), als Freelancer für Agenturen (12,7 %) oder als festangestellte Grafikdesigner (12,6 %) arbeitend. Nicht viel weniger der befragten Personen planen eine (Welt-)Reise ein (10,5 %). 7,1 % der Teilnehmer können sich vorstellen, nach ihrem aktuellen Studium noch ein Masterstudium anzuhängen. Insgesamt 27 Personen (2,5 %) machten unter dem Punkt Sonstiges zusätzlich eigene Angaben, von denen einige in eine andere Richtung gehen als der typische Verlauf nach einem Studium im Fach Kommunikationsdesign oder sinnverwandter Studiengänge vorsieht.

 

Position im Unternehmen

Bei der Frage nach der aktuellen Position der Berufstätigen in ihrem Unternehmen gaben fast ein Viertel (23,9 %) die Berufsbezeichnung des angestellten Grafikdesigners an. Insgesamt fast ein Fünftel (19,3 %) sind in der Position des Art Directors, gefolgt von der Angabe sontiger nicht aufgeführter Positionen (18,2 %). Unter den befragten Personen hat keiner die Stellung des Freelancers und nur jeweils einer die des Praktikanten und des Auszubildenden. Auffällig hierbei ist, dass in allen Positionen, außer bei der des Reinzeichners, des Creative Directors, der Geschäftsführung und sonstiger Positionen, die Gruppe der

»Young Professionals« einen höheren Anteil haben. Ausschließlich in den gerade genannten Auswahlmöglichkeiten sind mehr Personen der Gruppe »Professionals« vertreten.

 

Wunsch-Beschäftigungsform

Anhand vorliegenden aus der Umfrage erhobenen Daten wird deutlich, dass sich der Großteil der befragten Studenten wünscht, später selbstständig für eigene Kunden (28,7 %) oder in einer mittelgroßen Agentur mit 10-20 Mitarbeitern (24,4 %) arbeiten zu können. Eine kleine Agentur mit unter zehn Mitarbeitern wird mit 18,8 % einer großen Agentur mit mehr als 20 Mitarbeitern oder einer firmeninternen Gestaltungsabteilung vorgezogen. Die einzelnen Anteile der Personengruppen bewegen sich dabei in den gleichen Bereichen.

 

Beschäftigungsform

Unter den befragten Berufstätigen sind fast die Hälfte (49,6 %) mit einer Vollzeitstelle in einer Agentur festangestellt. Mehr als ein Drittel (37,6 %) arbeiten selbstständig für eigene Kunden. Dreiviertel- oder Halbtagsstellen in Agenturen kommen nur zu 5,1 % vor, ebenso wie Festanstellungen in Unternehmen.

Unternehmenswahl

Aus den Umfrage-Ergebnissen stellt sich heraus, dass die Ausrichtung des Unternehmens (30,9 %) sowie der Ruf des Unternehmens (21,3 %) die zwei wichtigsten Punkte bei der Unternehmenswahl sind. Geografische Lage (16,9 %), sonstige Angaben (11,8 %) und die Größe des Unternehmens (11,0 %) folgen in der Reihenfolge der Angabenzahl. Die Bezahlung wird als unwichtigstes Kriterium bei der Jobsuche bzw. der Unternehmenswahl gewertet.

Unter dem Punkt »Sonstiges« hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Angaben in eigenen Worten hinzuzufügen. Oft wurden soziale Faktoren, wie das Klima zwischen den Kollegen oder andere private Verbindungen, erwähnt.

Unternehmensgröße

Aus den Angaben der befragten Berufstätigen ergibt sich, dass über die Hälfte (57,3 %) in einem kleinen Unternehmen mit 1-10 Mitarbeitern arbeiten. 14,5 % arbeiten in sehr großen Unternehmen mit 51-100 Mitarbeitern und weitere 12,8 % in mittelgroßen mit 11-20 Kollegen.

Dabei ist auffällig, dass der Anteil der Personen aus der Gruppe der »Professionals« in Unternehmen mit 1-10 Mitarbeitern deutlich höher ist, als der der Teilnehmer aus der Gruppe der »Young Professionals«.

Büroaufteilung

Laut Umfrage-Ergebnissen arbeitet der Großteil der berufstätigen Teilnehmer in Büroräumen mit 2-5 Arbeitsplätzen (37,6 %) oder in einem Großraumbüro mit mehr als zehn Arbeitsplätzen (31,6 %). Nur 6 % der Personen, ausschließlich aus

der Gruppe der »Young Professionals«, arbeiten von zuhause.

 

Tätigkeitsfelder

Abhängig von der Beliebtheit der Tätigkeitsfelder stehen Illustration/Grafik (13,9 %), Konzeption (12,9 %), Branding (10,5 %) und Editorial (10,4 %) in absteigender Reihenfolge weit vorne. Unter dem Punkt Sonstiges, der zu 2,2 % ausgewählt wurde, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, eigene Angaben zu machen. Hier wurden Typografie, User Interface und User Experience sowie weitere digitale Gestaltungsmöglichkeiten des Öfteren benannt.

Betrachtet man die einzelnen Personengruppen getrennt voneinander, fällt auf, dass das Interesse an den Bereichen Animation (2D/3D) sowie Film im Laufe der fortschreitenden beruflichen Entwicklung sinkt und an Beratung, Branding und Konzeption gleichzeitig steigt.

Berufsverband

Die Frage nach einer Mitgliedschaft in einem Berufsverband ergab, dass nur 10,3 % der befragten Teilnehmer Mitglieder sind. Weitere 10,3 % haben noch keine Mitgliedschaft, sind aber an einer interessiert. Die restlichen 79,5 % gaben mit einem »nein« eine nichtvorhandene Mitgliedschaft sowie nichtvorhandenes Interesse an jener an.

Aspekte im Berufsleben

Gutes Betriebsklima, interessante Arbeitsinhalte und spannende Projekte sowie die Möglichkeit eigene Ideen zu entwickeln sind für die befragten Personen der studentischen Gruppen in ihrer zukünftigen Berufstätigkeit am wichtigsten. Eine ausgeglichene Geschlechterverteilung, gemeinsame Unternehmungen mit den Kollegen außerhalb des Büros sowie die Möglichkeit zur Wissenschaftlichen Arbeit wurden dabei als unwichtigste Aspekte gewertet.

In der Gruppe der »Beginner« wird die Möglichkeit zum Überstundenausgleich im Durchschnitt als weniger wichtig angesehen, als in den anderen Gruppen. In der Gruppe »Master« wurde die Möglichkeit zur Verwendung erworbener Kompetenzen wichtiger als die Durchschnittsangaben der studentischen Teilnehmer gewertet.

 

Gutes Betriebsklima, interessante Arbeitsinhalte und spannende Projekte sowie eine weitgehend eigenständige Arbeitsplanung sind für die befragten Personen der berufstätigen Gruppen in ihrer aktuellen Berufssituation am wichtigsten. Gemeinsame Unternehmungen mit den Kollegen außerhalb des Büros, eine ausgeglichene Geschlechterverteilung sowie die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit wurden dabei als unwichtigste Aspekte gewertet.

In der Gruppe der »Young Professionals« sind hohes Einkommen, klar geregelte Arbeitsaufgaben, unternehmensinterne Struktur und Organisation sowie Teambuildungmaßnahmen, eine ausgeglichene Geschlechterverteilung und gemeinsame Unternehmung innerhalb als auch außerhalb des Büros durchschnittlich wichtiger als in der Gruppe der »Professionals«. Ebenso verhält es sich für die Möglichkeit, Nützliches für die Allgemeinheit zu tun, wissenschaftlich zu arbeiten und sich beruflich weiterbilden zu können. Eine weitgehend eigenständige Arbeitsplanung ist dahingehend für die befragten Personen der Gruppe »Professionals« deutlich wichtiger.

Gewünschte Leistungen des Arbeitgebers

Anhand der Umfrage-Ergebnisse wird ersichtlich, dass die befragten Berufstätigen viel Wert auf die Möglichkeit von Gleitzeitarbeit, Überstundenausgleich und Weihnachtsgeld, jedoch wenig auf ein Taxi bei Überstunden, angebotene Fitnessprogramme, ein Firmen-Smartphone, einen ausleihbaren/eigenen Firmenwagen oder die Teilnahme an Events legen.

Vergleicht man die Angaben der beiden Personengruppen miteinander, so erkennt man, dass sich die Gruppe der »Young Professionals« folgende Leistungen stärker wünschen als die Gruppe der »Professionals«: Gleitzeit, Überstundenausgleich, Weihnachtsgeld, Homeoffice-Möglichkeit, ÖPNV-Zuschuss, Prämien/Boni, Zuschuss zu Sportstudio, Sabbatjahr, Taxi bei Überstunden und Fitnessprogramme.

Dahingegen legen die befragten Personen der Gruppe der »Professionals« vergleichsweise mehr Wert auf folgende Leistungen: Verpflegung bei Überstunden, Teambuildingmaßnahmen, betriebliche Rentenversicherung, Teilzeitverträge, Bezahlung nach Tarifen, Vermögenswirksame Leistungen, Firmen-Smartphone, ausleihbarer Firmenwagen, Teilnahme an Events, eigener Firmenwagen.

Tatsächliche Leistungen des Arbeitgebers

Anhand der Umfrage-Ergebnisse wird ersichtlich, dass die Unternehmen ausreichend

Möglichkeiten zur Teilnahme an Events, Weiterbildung und Homeoffice-Arbeit anbieten. Selten angeboten werden jedoch Fitnessprogramme und Zuschüsse zu Sportstudios.

Betrachtet man die Personengruppen getrennt voneinander, so erkennt man, dass die Arbeitgeber Gruppe der »Young Professionals« (sofern sie es nicht selbst sind) folgende Leistungen durchschnittlich zu einem größeren Anteil anbieten als die der Gruppe der »Professionals«: Teilnahme an Events, betriebliche Rentenversicherung, Teilzeitverträge, Teambuildingmaßnahmen, Überstundenausgleich, ausleihbarer Firmenwagen, Prämien/Boni, Taxi bei Überstunden, Sabbatjahr und Fitnessprogramme. Dahingegen legen die befragten Personen der Gruppe

der »Professionals« vergleichsweise mehr Wert auf folgende Leistungen: Möglichkeit zu Weiterbildungen und Arbeit im Homeoffice, Gleitzeit, Vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld, Firmen-Smartphone, eigener Firmenwagen, Bezahlung nach Tarifen sowie ÖPNV-Zuschuss.

Aussagen über den Beruf

Aus den Angaben der befragten Gruppen ist ersichtlich, dass Eigenverantwortlichkeit, Selbstbestimmtheit und (finanzielle) Sicherheit für die Personen sehr wichtig sind, sowie, dass sie den gleichen Weg noch einmal einschlagen würden. Eine allgemeine Abneigung gegen den Berufsalltag in Agenturen und negativer Stress sind seltener vorhanden, ebenso der Gedanke, später eventuell in einen anderen Beruf wechseln zu wollen.

Im Vergleich der Angaben der einzelnen Personengruppen kann man erkennen, dass der positive Eindruck gegenüber der Kreativbranche sowie des Berufsbilds und die Motivation darin Fuß zu fassen und sich zu behaupten, in der Gruppe der »Beginner«  deutlich höher ist als in den anderen Gruppen. In der Gruppe der »Professionals« ist den befragten Teilnehmern die (finanzielle) Sicherheit deutlich weniger wichtig, als

denen der restlichen Gruppen, Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmtheit dafür umso mehr. Das Gefühl, über die fachlichen Kompetenzen hinaus, gut auf den Berufsalltag vorbereitet zu sein, ist bei der Gruppe der »Advanced« am geringsten vorhanden, steigt jedoch mit fortschreitender beruflicher Entwicklung – die Teilnehmer der Gruppe der »Professionals« fühlen sich überdurchschnittlich gut vorbereitet. Ebenso

empfinden jene Berufstätige ihre weiteren Erwartungen an ihr folgendes Berufsleben realistischer als die befragten Personen der anderen Gruppen. Der Anteil derer, die die Ansicht vertreten, die Rolle und die Aufgaben des Kommunikationsdesigners würden sich in Zukunft zum Positiven verändern, sinkt mit fortschreitender Entwicklung, wohingegen die Abneigung gegen den Berufsalltags in Agenturen in den studentischen Gruppen erst steigt und in den berufstätigen Gruppen anschließend wieder sinkt. Überdurchschnittlich viel Stress gegenüber den anderen Personengruppen verspüren die Teilernehmer der »Beginner« und »Professionals«, wobei der Anteil derer, die die Gefahr von Burn-Out als hoch einschätzen in der Gruppe der »Beginner« unter dem Durchschnitt und der der »Professionals« über dem Durchschnitt liegt. Auch der Gedanke, später eventuell in einen anderen Beruf wechseln zu wollen, ist bei der ersten studentischen Gruppe seltener vertreten als bei den anderen befragten Personen, im Gegensatz dazu bei der Gruppe der »Young Professionals« umso öfter.

© 2016 Nenia Tiemeier

 

 

B. A. Kommunikationsdesign

hallo@nenia-tiemeier.de

 

 

 

Diese Website entstand im Rahmen der

Masterthesis in Kommunikationsdesign an der HTWG Konstanz im Sommersemester 2016.