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Weiblich, gewissenhaft und schlecht in Mathe

 

Eine Typologie der Kommunikationsdesigner in Deutschland

Was ist Big Five?

Im Jahr 1936 begannen die amerikanischen Psychologen Gordon Allport und Harold Odbert mit ihrer Forschungsreihe zu der Beschreibung von Persönlichkeit anhand von Persönlichkeitsmerkmalen. Derzeit lagen 18.000 Begriffe vor, die das Verhalten von menschlichen Individuen beschreiben sollten. Die beiden Forscher sahen es an der Zeit, kleinere Gruppen sinnverwandter Begriffe festzulegen, mit denen Persönlichkeit erfasst werden kann. In den 80er Jahren wurden fünf Dimensionen bzw. Faktoren mit jeweils mehreren Abstufungen bestimmt, die fortan das Au reten von bestimmten Charakeristika definieren sollten. Diese fünf Dimensionen werden als Big-Five oder Fünf-Faktoren-Modell bezeichnet und umfassen folgende Punkte: Neurotizismus (N), Extraversion (E), O enheit (O), Anpassung (A) und Gewissenha igkeit (C). [vgl. Howard/Howard 2002, S. 23 ff.]

Jeder Faktor verläuft in einem Kontinuum (auf einer Skala) von sehr niedrig über niedrig, mittel und hoch zu sehr hoch und spiegelt dadurch unterschiedliche Ausprägungen von Charakteristika wieder. Die Stärke dieser Ausprägungen wird mit den Zeichen – (Minus), = (Geich) und + (Plus) gekennzeichnet. [vgl. Howard/Howard 2002, S. 31 f.]

Neurotizismus

 

Das Stressverhalten bzw. die emotionale Stabilität wird von dem vegetativen Nervensystem gesteuert. Stress als Reiz ru  die Reaktion des allgemeinen Adaptionssyndroms oder des Kampf-oder-Flucht-Mechanismusses hervor. Das Kontinuum reicht von belastbar (sehr niedrig, N–) über besonnen (mittel, N=) zu reaktiv (sehr hoch, N+). [vgl. Howard/Howard 2002, S. 38 ff.]

Extraversion (E)

 

Die Soziabilität wird von dem willkürlichen Nervensystem mit seinen motorischen und sensorischen Erregungsleitungen durch Empfindungen aktiviert. Der Reiz der sensorischen Einwirkung wird durch andere Menschen als Quelle der Stimulation hervorgerufen. Das Kontinuum reicht von introvertiert (sehr niedrig, E–) über ambivertiert (mittel, E=) zu extrovertiert (sehr hoch, E+). [vgl. Howard/Howard 2002, S. 50 ff.]

Offenheit für neue Erfahrungen (O)

 

Die Neugier bzw. Kreativität wird von dem dopaminergen System und der Hirnrinde durch Dopaminausschüttung gesteuert. Der Reiz der Neuartigkeit hat die Reaktion der Dopaminausschüttung,
-wandlung und -weiterleitung (Kreativitätschemikalie Dopamin) zur Folge. Das Kontinuum reicht von bewahrend (sehr niedrig, O–) über moderat (mittel, O=) zu erneuernd (sehr hoch, O+). [vgl. Howard/Howard 2002, S. 62 f.]

 

Anpassung (A)

 

Die Verträglichkeit bzw. das Sozialverhalten wird von dem serotonergen System und den Geschlechtshormonen in Abhängigkeit vom Testosteron- und Östrogengehalt im Körper bestimmt. Der Reiz der Herausforderung hat die Reaktion von herausfordenden oder unterwerfenden Verhaltens- weisen zur Folge. Generell gilt, dass ein niedriger Testosteron- und ein höherer Östrogengehalt eine angepasstere Haltung mit sich bringt. Das Kontinuum reicht von herausfordernd (sehr niedrig, A–) über vermittelnd (mittel, A=) zu anpassend (sehr hoch, A+). [vgl. Howard/Howard 2002, S. 74 f.]

 

Gewissenhaftigkeit (C)

 

Die Fokussierung bzw. Fertigung wird vom Aufmerksamkeitssystem durch den Testosteronwert gesteuert. Der Reiz der Ablenkung hat die Reaktion des Konzentrationsverlustes, besser gesagt der andauernden Aufmerksamkeit zur Folge. Generell gilt, dass ein höherer Testos- terongehalt im Körper eine höhere Konzentrationsfähigkeit mit sich bringt. Die Spanne reicht von flexibel (sehr niedrig, C–) über ausbalanciert (mittel, C=) zu fokussiert (sehr hoch, C+). [23 vgl. Howard/Howard 2002, S. 86 f.]

 

Die beschriebenen Eigenschaften können in Reinform oder Mischform auftreten. Eine Eigenschaft in Reinform steht für sich selbst und ist ohne Einfluss von anderen Eigenschaften zu sehen (Beispiel: Extraversion kann unterschiedliche Ausprägungen haben, ist jedoch nicht in weitere Instanzen zu unterteilen). Eine Mischform zweier oder mehr Eigenschaften lässt eine neue Eigenschaft entstehen, die mehr als nur ein Ergebnis der Kombination ist (Beispiel: Feindseligkeit ergibt sich aus den Ausprägungen N+ und A–, also aus hohem Neurotizismus und geringer Anpassung). Bei Mischformen kann es sich sowohl um Kombination zweier Faktoren, als auch um Zusammenspiel zweier Facetten innerhalb eines Faktors handeln. [vgl. Howard/Howard 2002, S. 98 ff.]

Jene Eigenschaften, ob in Reinform oder als Kombination zweier Faktoren, liegen bestimmten Verhaltensweisen zugrunde. Diese werden ebenfalls von weiteren Einflüssen bestimmt, wie u. a. Intelligenz, dem sozioökonomischen Status, religiösen Werten oder besonderen und/oder temporären Umständen.

Im Rahmen der Umfrage wurde ein Kurztest eingebunden, der bei den Testpersonen die Ausprägungen der Big Five Eigenschaften abfragt und daraufhin allgemeine Tendenzen der Ergebnisse über die Persönlichkeit liefert. Der Test wurde von Lars Lorber, Autor und Gründer der Website www.typentest.de, entwickelt. Als Resultat dieses Tests hat der Autor die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten der Ausprägungen der Big Five zu Typen zusammengefasst und benannt. [vgl. Lorber 2002, www.typentest.de]

Diese Typen werden anhand ihrer Benennung mitsamt ihrer Ausprägungen und entsprechenden Eigenschaften im Folgenden dargestellt.

Welcher Typ bin ich?

Ein Kurztest gibt Aufschluss über die Ausprägungen der Big Five Eigenschaften und liefert eine allgemeine Tendenz der Ergebnisse über die Persönlichkeit. Möchtest Du wissen, welcher Typ Du bist? Hier kannst du den Test machen. Wähle bei jeder Zahl eine der beiden Kombinationen (A oder B) aus. Es ist normal, dass Beschreibungen von beiden Seiten zutreffen.

Welche Aussagen treffen eher auf Dich zu? Klicke auf die entsprechenden Kästchen.

1.

A

B

Mit anderen Leuten zusammen zu sein,
gibt mir Energie.

Bin gesprächig und ergreife meist die Initiative.

Knüpfe schnell neue Kontakte und Beziehungen.

Teile persönlichen Raum und Zeit meist
problemlos mit anderen.

Bin sehr aktiv und ruhelos.

Mich allein mit mir zu beschäftigen,
gibt mir Energie.

 

Bin eher ruhig und bleibe im Hintergrund.

Bin vorsichtig, wenn ich neue Beziehungen beginne.

Brauche meinen eigenen persönlichen Raum
und viel Zeit für mich alleine.

Bin eher ruhig.

2.

A

B

Arbeite gerne mit  bodenständigen Dingen.

Interessiere mich mehr für das, was ich
bereits kenne.

Mag Traditionelles.

Denke ungern über etwas nach, wenn es keine Notwendigkeit dazu gibt.

Neuen Dingen oder Ansichten gegenüber bin
ich skeptisch.

Arbeite gerne mit Theorien, Konzepten, Ideen.

Interessiere mich mehr für neue Ideen
und Fantasie.

 

Mag Unkonventionelles.

Mag es, Gedankenspiele anzustellen und über komplexe Dinge nachzudenken.

Bin offen für neue, unterschiedliche Meinungen
und Ansichten.

3.

A

B

Stoße andere manchmal vor den Kopf.

Sage anderen direkt, was mich stört.

Bemerke fehlerhaftes Denken oder
Verhalten anderer.

Bei Konflikten bin ich hartnäckig.

Der Nutzen für mich ist am Wichtigsten.

Bin rücksichtsvoll anderen gegenüber.

Sage durch die Blume oder gar nicht, was mich stört.

Bemerke, wenn andere Unterstützung
brauchen.

Bei Konflikten bin ich nachgiebig.

Andere nicht zu verletzen, ist am Wichtigsten

4.

A

B

Plane Alltag und Arbeit gerne im Voraus.

Mache Termine und halte sie auch ein.

Bin zielstrebig und lasse mich selten bei der
Arbeit ablenken.

Bin genau und ordentlich.

Bringe lieber etwas zu Ende.

Lasse die Dinge einfach auf mich  zukommen.

Mache ungern Termine und verpasse sie oft.

Lasse mich leicht von meiner Arbeit oder
Zielen ablenken.

Bin unordentlich und manchmal ungenau.

Fange lieber etwas Neues an.

5.

A

B

Bleibe meist ruhig und gelassen.

Mache mir wenig Sorgen.

Wenn ich von anderen Signale der Ablehnung empfange, beeinflusst mich das kaum.

Stress macht mir meist nicht viel aus.

Meine Stimmung schwankt nur selten.

Werde leicht nervös oder unruhig.

Mache mir viele Sorgen.

Wenn ich von anderen Signale der Ablehnung empfange, macht mich das sofort unsicher.

Stress ist sehr anstrengend für mich.

Reagiere oft empfindlich oder gereizt.

Du bist ein…

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© 2016 Nenia Tiemeier

 

 

B. A. Kommunikationsdesign

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Diese Website entstand im Rahmen der

Masterthesis in Kommunikationsdesign an der HTWG Konstanz im Sommersemester 2016.